Online-Workshopserie: Methoden am Montag

Methoden am Montag

Entdecken Sie Methoden und Tools für die Ko-Produktion von Wissen

Im Jahr 2022 widmen wir den Montag der Ko-Produktion von Wissen: Den Phasen eines Forschungsprojekts folgend, stellen wir jeweils am ersten Montag des Monats eine ausgewählte Methode aus der td-net Toolbox vor. Am darauffolgenden Montag gehen wir in einer offenen Office Hour auf Ihre konkreten Fragen und Herausforderungen bei der Anwendung ein. Die Veranstaltungen können einzeln besucht werden, der Besuch der Einführungsveranstaltung wird sehr empfohlen.

 

Die vier Projektphasen für wirksame partizipative Forschung werden im Kurs wie folgt aufgegliedert:

In der 1. Phase gilt es, das Projekt gemeinsam anzubahnen. Mit der Methode Erzähl deine Geschichte anhand eines Objektes werden implizite, persönliche Bezüge und Wertvorstellungen anhand von mitgebrachten Gegenständen explizit gemacht. Das dient dazu, gemeinsame thematische Schwerpunkte zu finden, die den verschiedenen Wertvorstellungen Rechnung tragen.

 
Veranstaltungsflyer

Methoden am Montag Flyer (PDF, 278 KB)

In der 2. Phase werden gemeinsam Ziele, Problemverständnis und Forschungsdesign definiert. Mit der But Why Technique werden die wahrgenommenen Ursachen von gesellschaftlichen Problemen erfasst und visualisiert. Je nach Gruppenzusammensetzung können unterschiedliche Wahrnehmungen diskutiert und ggf. zu einem Gesamtbild zusammengefügt werden.

In der 3. Phase wird gemeinsamt geforscht. Dazu werden in Szenario Integration Workshops für gesellschaftliche Herausforderungen Zukunftsszenarien entwickelt. Mittels unterschiedlicher Strategien werden Wirkungsfaktoren identifiziert und unterschiedliche, aber vergleichbare Szenarien ausgearbeitet. Auf diese Szenarien sowie auf die im Workshop entstandene gemeinsame Sprache nehmen die verschiedenen Akteur*innen idealerweise im Forschungsverlauf wieder Bezug - z.B. bei der Entwicklung und Bewertung von Lösungsansätzen.

In der 4. Phase steht im Mittelpunkt, gemeinsam Wirkung zu erzielen. Die Most Significant Change Technique dient hier der partizipativen Evaluation: Wichtige Wirkungen oder Veränderungen werden gemeinsam gesammelt, danach werden die bedeutungsvollsten Wirkungen identifiziert. Die Technik ermöglicht die Reflexion von verschiedenen Wahrnehmungen und Prioritäten und ermöglicht, dass unerwartete Wirkungen mit ursprünglichen Zielen und Erwartungen abgeglichen werden können.

Lernziele

Die Teilnehmenden

  • kennen für jede Projektphase eine Methode zur Zusammenarbeit in heterogenen Gruppen.
  • kennen die Chancen und Herausforderungen sowie Einsatzgebiete der jeweiligen Methode.
  • kennen die grundlegenden Aspekte von Citizen Science und partizipativer Citizen Science sowie den Zusammenhang zwischen transdisziplinärer Forschung und Citizen Science.
  • haben im Austausch mit anderen Teilnehmenden darüber reflektiert, wie die Methoden an unterschiedliche Forschungskontexte angepasst werden können.
     

Kursleitung

Sibylle Studer
 
Olivia Höhener

Dr. Sibylle Studer, Akademien der Wissenschaften Schweiz, td-net, Schwerpunkt Methoden

  Olivia Höhener, Geschäftsführung Partizipative Wissenschaftsakademie.

Zielgruppe: Personen, die sich mit der Planung, Umsetzung und/ oder Begleitung von ko-kreativen Forschungsprozessen auseinandersetzen

Ort: Online via Zoom, Zugang über Weblink

Anmeldung: Die Workshop-Serie ist beendet. Neue Daten werden hier und per Newsletter publiziert.

Termine und Anmeldung:
07.02. Einführung (Verpasst? Folien anschauen!) (PPTX, 9 MB)

07.03. Erzähl deine Geschichte anhand eines Objektes

04.04. But Why Technique

02.05. Szenario Integration

13.06. Most Significant Change Technique

Die Veranstaltungen dauern von 12:15 bis 13:15. Die Office Hour findet jeweils in der Anschlusswoche (selbe Uhrzeit, Zugangslink der jeweils vorhergehenden Input-Sitzung) statt. Bitte melden Sie sich für die gewünschten Termine einzeln an.